Leseprobe - Webseite der Autorin Magdalena Almado

Autorin & Ausdruckskünstlerin
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Leseprobe

BÜCHER > EROTIK > BAND 2
Eine magische Vollmondnacht
Wir sahen uns wortlos an, beide unfähig zu sprechen - ich habe keine Ahnung, wie lange wir so gestanden sind und uns tief in die Augen blickten, als sei es das Selbstverständlichste auf der Welt, sich einfach nur anzusehen. Im selben Moment begannen wir uns aufeinander zuzubewegen, um uns innig zu umarmen, so als ob wir uns nach ewigen Zeiten endlich wieder getroffen hätten. In dieser Position standen wir eng umschlungen am Strand, zwei Fremde, die sich gerade erst begegnet waren, unfähig uns voneinander zu lösen. Mein Körper begann zu vibrieren und Tränen rannen über meine Wangen. Nach einiger Zeit - fünf Minuten, fünfzehn oder einer Ewigkeit - lösten wir uns ein wenig voneinander, nur um uns erneut in die Augen zu blicken. Auch in seinen Augen sah ich einen feuchten Glanz, mir flossen immer noch die Tränen über mein Gesicht, mein Körper bebte und ich war einfach sprachlos. Beide schienen wir unfähig zu reden. Erneut verschmolzen wir in einer weiteren Umarmung und ich hatte das Gefühl als wären wir einander seit Ewigkeiten vertraut. Bilder tauchten vor meinem inneren Auge auf, Bilder aus lang vergangenen Zeiten, wechselnde Bilder, wechselnde Szenerien.

Ich wusste, dass ich diesen Mann kannte -
wahrhaft seit ewigen Zeiten.


„Fest der Masken“ in Venedig
Innig und liebevoll geben wir uns einer Umarmung hin, bis du dich von mir löst und wunderschöne Musik aufdrehst. Dann bittest du mich, für dich zu tanzen. Inzwischen weißt du wie gerne ich tanze, besonders wenn mir dabei zugesehen wird. Du setzt dich aufs Bett und blickst auf mich. Ich habe immer noch die Maske über meinen Augen und beginne mich langsam nach den Klängen der Musik zu bewegen. Ganz sanft und biegsam, wie eine Schlange, bewege ich meinen Leib, meine Arme, meine Beine, beginne mir bedächtig, die Häkchen meiner Korsage zu öffnen, tanze zu dir, um dir ein Zeichen zu geben, mir die am Rücken gebundenen Schnüre zu lösen, bewege mich danach wieder von dir weg, um mich zu drehen, zu winden und andächtig den Samtrock nach unten gleiten zu lassen, sodass ich nur mehr mit der leicht geöffneten Korsage, den roten Spitzenstrümpfen und den schwarzen Samt-High Heels meinen Tanz weiterführe. Sogar durch die Maske kann ich das Begehren in deinen Augen wahrnehmen. Ich nehme eines der vorbereiteten Champagnergläser, um daran zu nippen und mir ein wenig des köstlichen Getränks zwischen meine Brüste zu träufeln, dann bewege ich mich im Rhythmus der Musik wieder zu dir …
 

Im Tempel der Lust
Wir werden zwei Stunden von diesen ästhetischen und zurückhaltenden Menschen in unbeschreiblicher Weise verwöhnt - sie sind alle vier Meister der Massage-Kunst. Wir hören nur die Gesänge der Vögel, das Rauschen des Wassers und genießen…
Anschließend nehmen wir ein gemeinsames Öl- Duftbad in einem Blütenmeer, um danach in unserem Privatraum ein unbeschreibliches Erotik-Dinner serviert zu bekommen, in einem Raum, der ausschließlich von Kerzen erleuchtet ist - sowie durch das Dachfenster vom Vollmond und dem strahlenden Sternenhimmel.
Für die Einstimmung in unsere Nacht, beginnen wir auf unserem unfassbar großen Bett einander gegenübersitzend mit einer Meditation, die uns auf unser tiefes, sinnliches, dimensionsüberschreitendes Liebesritual vorbereitet. Wir verneigen uns mit einem Namasté Stirn an Stirn voreinander, in vollkommener Achtung vor der Göttlichkeit des anderen und versinken in tiefe Stille, den Blick unaufhörlich einander zugewandt … vereinen unsere Körper in Bewegungslosigkeit und verharren im bloßen Sein, in Einheit verbunden…
Ich weiß, wie sehr du mich als deine Frau verehrst und begehrst, sowie ich dich als meinen Mann. Nichts wollen wir, nichts verfolgen wir… gemeinsam geben wir uns dem Moment hin, diesem Moment und dem nächsten…
Es war eine unbeschreibliche Zeit, die wir in diesem Tempel der Lust verbrachten - für uns war es ein Tempel der Lust UND Liebe …
Und ich wünsche allen Paaren dieser Welt ein Erlebnis dieser Art genießen zu dürfen.
Möge es uns allen gegeben sein, diesen TEMPEL irgendwo auf unserem Planeten zu finden… vielleicht aber auch in unserem eigenen Zuhause …
 
 
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