Lyrik - Webseite der Autorin Magdalena Almado

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Spechtensee

Welch Wunder die Natur doch ist,
Natur, erschaffen aus sich selbst,
aus einer größeren Macht als uns jemals erfassbar ist.
Wie wunderbar Natur uns Menschen nähren kann,
wenn wir sie schätzen, lieben und sie mit Achtsamkeit behandeln.

Ich bin an einem Bergsee, einem Moorsee.
Ich blicke um mich und sehe pure Schönheit,
das dunkelgrüne, klare, tiefe, kühle Wasser, Seerosen, die darauf erblühen,
die Knospen, die sich öffnen und ihre Blüten zur Entfaltung bringen.
Ich sehe Berge in ihrer Kraft und Stärke,
die graue harte Felswand, den Felsen, 
der seit Ewigkeiten ruht und einfach IST.
Und dann das saftig wunderbare Grün der Wiesen und der Wälder. Ich bin umgeben von dem Grün,
das eine klarer als das andere, so viele grüne Töne, die ich sehe
und die mein Herz berühren und voller Freude strahlen lassen,
in DANKBARKEIT, all diese Schönheit zu erleben.
Auch Blumen, Wiesenblumen, darf ich sehen,
und über mir das strahlend blaue Himmelszelt
mit Wolken, die vorüberziehen und manchmal Schatten spenden,
indem sie nur für kurze Zeit die Kraft der Sonne überdecken.
Ein Windhauch streift vorbei und bringt die zarten Gräser in Bewegung, 
ein zartes sanftes Wiegen.
Libellen in all der Farbenpracht, in ihrer Grazie
schweben über mir. Wenn ich vollkommen in die Stille gehe,
so kann es sein, dass eine sich auf meinem Körper niederlässt.
Gar viele Schmetterlinge tanzen auch mit ihren strahlend bunten Flügeln
den Tanz der Leichtigkeit und schwerelosen Daseins.
Ganz nah bei mir ist hier ein Volk von Wald-Ameisen,
sie haben jahrelang ihr Haus gebaut
und jedes dieser Tiere weiß um seinen Auftrag, den es zu erfüllen gilt
im Großen Ganzen dieses Seins.
Sie kennen ihren Weg und gehen unbeirrbar weiter. 
Und viele Vögel höre ich um mich,
es ist der einzigartige Gesang, den bloß Natur erzeugen kann.

Sobald am Abend dann die Sonne sich zurückzieht hinter Felsen
kehrt Stille ein an diesem See.
Gleich wird ein mystisches Empfinden in meinem Herzen wach,
als ob im Märchen ich mich hier befinde, in purer, reiner Stille der Natur.
Die Wasseroberfläche spiegelglatt,
ein sanftes Rauschen des entfernten Baches und in der Luft ist etwas, das ich Surren nenne und dennoch nicht benennen kann.

Zuletzt kehrt Frieden ein, wenn sich der Abendhimmel zeigt
und alles ruhig wird, um die Nacht zu grüßen.
Gar tiefe Stille darf sich nun entfalten
an diesem wundervollen
Platz NATUR
 
 
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